Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden

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Inhalt: Wasserstandsmessung

Der wichtigste Parameter, der ständig und an einigen Pegel seit mehr als hundert Jahren im Amtsbereich des WSA Emden gemessen wird, ist der Wasserstand an Ems, Leda und im Bereich der Ostfriesischen Inseln, hierfür steht der Gewässerkunde ein umfangreiches Netz von 24 eigenen Pegeln zur Verfügung.

Altes Pegelbuch
Altes Pegelbuch mit monatlichen Eintragungen der Hoch- und Niedrigwasserdaten am Pegel Leerort von 1904 bis 1919

Pegelübersicht

Übersicht der Pegel des WSA Emden

Die Messung der Wasserstände an Pegeln dient sowohl der Gezeitenberechnung als auch der Erfassung, Auswertung und Dokumentation des vieljährigen Verhaltens der Gewässer. Die ausgewerteten und plausibilisierten Wasserstandsdaten sind die Bemessungsgrundlage sowohl für wasserbauliche Anlagen als auch für Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen an den Wasserstrassen, Grunddaten für wasserrechtliche Bescheide und Eingangsdaten für hydrologische Modelle. Ebenso sind sie ein wichtiges Beurteilungsinstrument, um Veränderungen im Zuge einer Anpassungsmaßnahme dokumentieren zu können (Morphologischer Nachlauf).

Die an den Pegeln gewonnenen Daten werden Nutzern sowohl innerhalb als auch außerhalb der WSV zur Verfügung gestellt. Zu den internen Verwendern der Pegeldaten gehören neben den Wasser - und Schifffahrtsämtern u.a. die Bundesanstalten für Wasserbau (BAW) und Gewässerkunde (BfG), sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Zu den externen Nutzern gehören sowohl Hafenbetreiber und Landesämter, als auch wissenschaftliche Einrichtungen und Ingenieurbüros.

Einige Pegel des WSA Emden (Papenburg, Leerort, Emden, Borkum und Norderney) sind darüber hinaus Bestandteil des deutschen gewässerkundlichen Messnetzes, so dass ihre Daten in Form von täglichen, monatlichen und/ oder jährlichen Maximal- und Minimalwerten im Gewässerkundlichen Jahrbuch veröffentlicht werden.

Die Pegel bestehen, vereinfacht dargestellt, aus dem klassischen Lattenpegel und in der Regel einem weiteren Messinstrument, dessen Messwerte via Wasserstandsfernübertragung (WDFÜ) zur Gewässerkunde in Emden übertragen, aufgezeichnet, ausgewertet und dokumentiert werden.

 

 

Bis vor wenigen Jahren waren Schwimmerpegel und Trommelschreiber, sowie Druckluftpegel noch Stand der Technik. Diese mittlerweile in die Jahre gekommene Messtechnik wird nach und nach durch die Radarsensortechnik ergänzt bzw. ersetzt. Das WSA Emden hat durch das BMBF geförderte Projekt "Seegangsmessung mit Radar" in Hinblick auf die Verwendung von Radarsensoren unter den Bedingungen im Nordseebereich innerhalb der WSV eine führende Rolle eingenommen. Hauptvorteil dieser berührungsfreien Technik sind vor allem die geringeren Kosten, sowohl in der Anschaffung als auch in der Unterhaltung, sowie ihre Zuverlässigkeit und Genauigkeit, die die Pegel sowohl in Tests als auch im täglichen Betrieb bewiesen haben.

Mittlerweile sind neun Pegel mit Radarsensoren ausgerüstet (Stand: Ende 2006).

 


Pegel Papenburg

Pegel Weener


Pegel Leerort


Pegel Norderney
Pegel Norderney

Radarsensoren
im Bereich des
WSA Emden

Pegel Emden
Pegel Emden