Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden

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Inhalt: Leuchtturm Norderney

Der Leuchtturm Norderney dient als Tagesmarke und nachts als sogenanntes Seefeuer zur Orientierung der vor den Ostfriesischen Inseln vorbeifahrenden Schifffahrt.

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Eine fast drei Meter hohe und im Durchmesser 1,85 Meter große, bienenkorbförmige Drehlinsenleuchte aus 1018 geschliffenen Prismen und 24 Linsen verstärkt das Licht einer elektrischen Lampe, so dass es heller leuchtet als eine Million Kerzen. In 20 Seemeilen (fast 40 km) Abstand von der Insel kann das Licht bei normalen Sichtverhältnissen noch gesehen werden.

Der große Leuchtapparat ist in 24 Segmente geteilt, d. h. er kann 24 Strahlen zugleich über den Horizont schicken. Da jedes vierte Segment jedoch abgedunkelt ist, dreht sich das Licht des Leuchtturms im Dreivierteltakt über den Horizont. Dem weit entfernten Schiffsführer erscheinen drei Lichtblitze, die regelmäßig wiederkehren.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, damals der Königliche Bau-Inspektor zu Norden, hatte 1872 das Bauunternehmen Ernst Schumacher in Leer mit dem Bau des achteckigen, knapp 54 Meter hohen Leuchtturms Norderney beauftragt.

Hersteller der leuchtfeuertechnischen Einrichtung war die Firma Sautter, Lemonnier & Co in Paris. Zur großen, dreieinhalb Tonnen schweren Drehlinsenleuchte, heute einmalig auf der Welt, lieferte die Firma einen Tisch mit Drehwerk und Gewichtsantrieb und ein Petroleumlicht mit einem großen Brenner mit fünf konzentrischen Dochten. Das Leuchtfeuer brannte erstmals am 1. Oktober 1874.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Lichtquelle auf Petroleumglühlicht und im Jahre 1930 auf elektrischen Betrieb mit einer Glühlampe von 1000 Watt umgestellt.

Seit 1981 wird der Leuchtturm Norderney von der Verkehrszentrale Ems fernüberwacht und ferngesteuert.

Die Position des Turmes liegt auf der Mitte der Insel Norderney bei 53° 43? N, 7° 14? E.

Link: http://www.leuchtturm-atlas.de/HTML/NerneyT.html